Beschluss des Wachstumschancengesetzes

Nachdem der Bundestag am 17.11.2023 das sog. Wachstumschancengesetz beschlossen und der Bundesrat am 24.11.2023 seine erforderliche Zustimmung verweigert hatte, wurde am gleichen Tag der Vermittlungsausschuss angerufen. Dieser hat am 21.2.2024 ein Ergebnis mit stark reduzierten Maßnahmen innerhalb des Gesetzespakets vorgeschlagen. Der Bundestag bestätigte am 23.2.2024 das Vermittlungsergebnis und am 22.3.2024 stimmte der Bundesrat der Beschlussempfehlung zu.

Wir bereiten eine ausführlichere Zusammenfassung der beschlossenen Inhalte für Sie vor. Zunächst behandeln wir jedoch die Aspekte, die schon vor der Entscheidung feststanden.

Maßnahme

Angedachte Änderung

Beschlossene Änderung

Investitionsprämie

Einführung durch Klimaschutz-Investitionsprämiengesetz

Entfällt

Freigrenze für Vermietungseinkünfte

Einführung

Entfällt

Steuerermäßigung für energetische Sanierungen

Erhöhung von 20 % auf 30 %

Entfällt

Verpflegungsmehraufwand im Inland

Erhöhung von 1 € auf 2 €

Entfällt

Grenze bei geringwertigen Wirtschaftsgütern

Erhöhung von 800 € auf 1.000 €

Entfällt

Freibetrag bei Betriebsveranstaltungen

Erhöhung von 110 € auf 150 €

Entfällt

Sonderabschreibung für kleinere und mittlere Unternehmen (Gewinn

Erhöhung von 20 % auf 50 %

Erhöhung von 20 % auf 40 %

Degressive Wohngebäudeabschreibung

Befristete Einführung 6%

Befristete Einfführung auf 5 %

Erweiterter Verlustrücktrag bei der Einkommensteuer

Erhöhung von 2 auf 3 Jahre

Entfällt

Erweiterter Verlustvortrag im Rahmen der Gewerbesteuer

Erhöhung von 60 % auf 80 %

Entfällt

Reduzierte Umsatzbesteuerung für Gas- und Wärmelieferungen

Auslaufen am 29.2.2024

Auslaufen am 31.3.2024 reguläre Umsatzbesteuerung ab dem 1.4.2024

Durchschnittssteuersatz und Vorsteuerpauschale für land- und forstwirtschaftliche Umsätze

Senkung von 9 % auf 8,4 %

Entfällt, bleibt bei 9 %